Filmtipp: Best Exotic Marigold Hotel

Hätte meine Freundin E. nicht die Filmauswahl übernommen, hätte ich mir Best Exotic Marigold Hotel sicher nicht angeschaut. Und verdammt viel verpasst – denn der Film ist einer der großartigsten, die ich seit Langem gesehen habe!

Was für mich normalerweise gegen „Best Exotic Marigold Hotel“ gesprochen hätte:

  • Lauter alte Menschen auf der Kinoleinwand? Naja es gibt auf den ersten Blick echt Verlockenderes…
  • Und dann noch in Indien? Also ich finde das Land wunderschön und spannend… aber eine Gruppe von einander fremden Pensionisten aus Großbritannien, die sich allesamt ein neues, günstigeres Leben am anderen Ende der Welt aufbauen wollen? Klingt auf den ersten Blick nicht so wahnsinnig kreativ, die Idee…
  • Wurde für den Film hierzulande überhaupt geworben? Ich hatte wirklich keine Ahnung von seiner Existenz…
  • Wahrscheinlich liegt es auch ein wenig daran, dass der Film in kaum einem Wiener Kino zu sehen ist. Wir hatten Glück mit den Village Cinemas – normalerweise auch kein Ort, den ich sehr oft aufsuche. Aber gut, E. hatte an dem Abend ja das Sagen. ;-)

Warum ihr euch „Best Exotic Marigold Hotel“ unbedingt anschauen solltet:

  • So plump die Handlung auf den ersten Blick vielleicht wirkt, so genial entwickelt sie sich im Laufe des Films. Sieben britische Männer und Frauen treiben Geldsorgen im Alter und eine Broschüre über das vermeintlich traumhafte Marigold Hotel nach Indien. Um endlich angekommen, feststellen zu müssen, dass das angebliche Luxusressort so gar nichts mit den Fotos in der Broschüre gemeinsam hat. Das Hotel hat seine besten Zeiten lange hinter sich, so wie scheinbar auch seine neuen Bewohner.
  • Nach und nach entdecken die neuen Bekannten, dass es nie zu spät ist, noch einmal von vorne anzufangen. Regelrecht ansteckend ist die Freude, mit denen sie das Leben und die Liebe neu entdecken. Evelyn zum Beispiel, die bis zu seinem Tod von ihrem Ehemann abhängig war, findet einen Job in einem indischen Callcenter, in dem sie sich endlich eigenständig unter Beweis stellen kann. Muriel, die latente Rassistin, die vom Leben bitter enttäuscht wurde, findet ihre neue Aufgabe nach und nach darin, noch einmal gebraucht zu werden. Graham kann endlich mit der Vergangenheit abschließen. Madge und Norman sind auf der Suche nach einer neuen Liebe, während sich das Ehepaar Douglas und Jean die Frage stellen muss, ob sie sich im Laufe der Jahre nicht zu sehr auseinander gelebt haben…
  • Die Schauspieler (u.a. Judi Dench, Maggie Smith, Bill Nighy und Tom Wilkinson) beweisen allesamt, dass sie nicht ohne Grund zu den ganz Großen zählen. Mögen Sie noch viele tolle Filme machen, am besten miteinander. Ich werde auch nie wieder sagen: „Nö, den Film schaue ich mir nicht an, da spielen nur alte Menschen mit.“ Ich schwör‘s!
  • Der junge Hotelbetreiber Sonny (Dev Patel) ist zwar schuld daran, dass die sieben Briten ihr weniges Erspartes in sein verfallenes Hotel gesteckt haben. Aber die Pseudo-Lebensweisheiten („Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende.“, „Lasst mich durch, mein Bruder ist Arzt!“ oder „Es gibt noch genug andere Länder, in denen man alte Menschen nicht mag, wo man sie gerne ‚outsourcen‘ würde.“) des quirligen Inders wirken geradezu ansteckend auf seine Gäste.
  • Der Film dauert rund zwei Stunden. Ich habe ca. 45 Minuten davon gelacht, 45 Minuten geweint – und den Rest der Zeit gleichzeitig gelacht und geweint. Das passiert mir äußerst selten.
  • Witz, Weisheit und Wehmut liegen in „The Best Exotic Marigold Hotel“ verdammt knapp beieinander. Regisseur John Madden versteht es, den Spannungsbogen aufrecht zu halten. Und von den Alten kann man verdammt viel lernen.
  • Last but not least: Oh verdammt, wenn ich eines Tages die 70 Lenze überschreite, will ich genau so aussehen wie Judy Dench. Ein schönes Beispiel dafür, dass man in Hollywood auch ohne Botox altern kann – und immer noch gute Rollenangebote bekommt.

Infos und Trailer: www.best-exotic-marigold-hotel.de

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Filmplakat "Best Exotic Marigold Hotel"

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Noch wissen die sieben neuen Bekannten nicht, was auf sie zukommt...

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Evelyn und Madge erkunden ihre neue Heimat vom Tuk Tuk aus

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Sonny mit Freundin Sunaina - zwischen Existenzsorgen und Lebensfreude

Das große Ausmisten

c kaiton / flickr.com

Meine liebe Mama hat heute so schön vor sich hin geplaudert. Es ging ums Ausmisten von Dingen, die man nicht mehr braucht. Sie so: “Also ich mach’ das meistens so, dass ich mir die Sachen genau anschaue, sie vielleicht nochmal ausprobiere – und wenn ich merke, das ist nichts, das passt nicht mehr, dann kommen sie eben weg.”

Beziehungs-Altlasten

Ich musste erst einmal schallend lachen. Ich dachte nämlich an Beziehungs-Altlasten. Kann man die nicht einfach auch nochmal in Ruhe betrachten, angreifen, “verwenden” – und wenn man dann merkt, dass es einfach nicht mehr geht, sie weggeben, ohne mit großen Emotionen darauf zurück zu blicken oder sie gar wieder aus dem Container zu holen?

Vielleicht geht das so einfach. Aber dann wären wir doch relativ gefühlskalte Menschen. Eine Frau / ein Mann ist kein Gegenstand, schon klar. ;-)

Die Tonne steht bereit

Ein kleines Tränchen zu verdrücken ist okay. Einen Bach zu weinen auch. Jeden Tag einen Bach zu weinen – und das über Wochen, Monate, Jahre – das zahlt sich definitiv nicht aus. Irgendwann gehört auch der Teil eures Lebens in die große Tonne. Egal ob ihr ihn vorher nochmal “ausprobiert” habt oder nicht.

*zwinker zwinker*

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c FernandoPolo / flickr.com

Vorbei ist nicht vorbei, aber…

Update:

Das wahrscheinlich beste Beispiel für “blogge nicht, nachdem du ein paar Bier und sentimentale Gespräche hattest”. ;-) Also: Alles ist gut (fast alles), der Typ ist nicht der Richtige, es ist okay und es lohnt sich überhaupt nicht, weiter darüber nachzudenken. Es gibt Bessere, Tollere, welche, die mehr zu mir passen, mich glücklicher machen! Und bis dahin: Hey, eigentlich hab ich genug zu tun! ;-)

Die mit Sicherheit schmerzhafteste Erkenntnis des Abends: Vorbei ist nicht immer automatisch vorbei…. Manche Menschen hinterlassen halt ein ziemlich großes Vakuum (warum auch immer, wie auch immer) – und schlimmer als alles andere sind offene Fragen. Und manche Menschen reißen Wunden wieder auf – aber das ist wohl gut so. Traurig nur, dass ich ursprünglich(!) nicht diejenige mit Liebeskummer war.

Was ich wissen will: Wie geht das vorbei? Ich kapier’s grad einfach nicht mehr…

Maaaaa, kann bitte irgendwer Frau Froschkönigin wieder zum Lachen bringen? Wenigstens zum Lächeln? Sie will das ja alles nicht und kann überhaupt nichts dafür, dass sie leidet wie ein Hund. :,-( Bittebittebitte! Das ist doch wirklich kein Frosch wert! Findet ihr doch auch, oder?

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Gastbeitrag von MissSeventies: Insidertipps für ein langes (glückliches) Singleleben

Bloggerin MissSeventies hat das Singlethema mal humovorvoll betrachtet und in einen Gastbeitrag gepackt. Ihre “Insidertipps für ein langes (glückliches) Singleleben” sind “nicht neu, aber gut erprobt”, schreibt MissSeventies in ihrem Mail an mich. Und fügt (ich vermute mit einem Schmunzeln ;)) hinzu: “Vielleicht hilft es dem einen oder anderen Single, der will, glücklich und solo zu bleibe.” Frau Froschkönigin sagt danke und lacht sich nach dem Lesen der Singletipps in den Schlaf. Mögen sie euch ebenso erheitern! ;-)

Und hier sind sie, die 11 Tipps, wie Frau garantiert Single bleibt:

1. Im besten Fall immer vergeben und unnahbar wirken und niemals erwähnen, dass man selbst Single ist.

2. Und wenn doch z.B. eine verkupplungswütige Freundin gut gemeint den Singlestatus anspricht oder es gar männlichen Wesen verrät, sofort Gegenangriff starten: vom Thema ablenken oder argumentieren, dass es nichts besseres gibt, als alleine zu leben, sowieso keine Zeit für eine Beziehung vorhanden ist und eine eigene Familie und Kinder unvorstellbar sind.

3. Freitag und Samstag Abende gemütlich mit Freundinnen oder allein auf der Couch vorm TV verbringen.

4. Auf Partys nur mit den altbekannten Freunden plaudern und den Kontakt zu Unbekannten möglichst meiden.

5. Falls dennoch Small Talk mit einem Unbekannten unvermeidlich ist, niemals den Beziehungsstatus erfragen: Klingt viel zu offensichtlich und aufdringlich.

6. Ja nicht im unmittelbaren Umfeld, z.B. im Lieblingscafe ums Eck, in der Arbeit oder im Freundeskreis, Ausschau nach adäquaten, potentiellen Partnern halten. Könnte ja, sein, dass mal ein Passender dabei ist.

7. Immer gerade aus schauen, nicht nach rechts, nicht nach links!

8. Niemals Fremde ansprechen oder gar anlächeln. Wie obszön!

9. Wenn Langeweile einkehrt, am besten einen Zweitjob oder zeitintensive Weiterbildung suchen. Da bleibt automatisch keine Zeit fürs Verlieben.

10. Kreuzt allerdings aus heiterem Himmel mal Mr. oder Miss Schnuckelig doch auf, keinem aus deren Umfeld erzählen, dass man ihn oder sie attraktiv findet. Wäre doch irrsinnig peinlich, wenn das rauskommt!

11. Ideale Single-Eigenschaften: schweigsam bis stumm, scheu, zickig, pessimistisch, launisch, langweilig, eigensinnig, humorlos

 

(Autor: MissSeventies, miss7ties.blogspot.com)

Blondine c ckaroli Karoly Czifra Gastbeitrag von MissSeventies: Insidertipps für ein langes (glückliches) Singleleben

Bock auf ein langes, erfülltes Leben als Single? Hier gibt es ein paar gute Tipps! ;-)

c ckaroli /flickr.com

Laute(r) Frösche im Bild

Eine Schar liebestoller Frösche im Garten kann ganz schön laut werden. Beklagte sich kürzlich ein Bekannter auf Twitter. Also habe ich “seine” Frösche kurzerhand hierher “entführt”. Ich hoffe, das er ab sofort wieder durchschlafen kann. ;-)

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